© vme | 30.07.2010

Neue Klimastudie: Dramatische Folgen bereits vor 2050

Eine neue Klimastudie des WWF und der Allianz SE warnt davor die Geschwindigkeit des Klimawandels zu unterschätzen: Unumkehrbare Klimafolgen seien bereits vor 2050 zu erwarten.

Laut der Studie mit dem Titel „Tipping Points“, könnten einzelne Klimaphänomene bereits bald einen Punkt überschreiten, an dem sie nicht wieder umkehrbar seien und auf den Klimawandel sogar noch verstärkend wirken. Diese sogenannten „Tipping Points“ (Kipp-Punkte) - wie die Eisschmelze an den Polen oder das Waldsterben im Amazonas - würden Millionen Menschen und ihre Vermögenswerte direkt bedrohen. Auch im Hinblick auf den UN-Klimagipfel in Kopenhagen weist die Studie auf die massiven sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen des Klimawandels in den besonders betroffenen Regionen hin.  

 

Demnach befinden sich Küstengebiete wie der Großraum New York in besonderer Gefahr: Diese Gegenden sind sowohl durch Stürme als auch Fluten gefährdet. Bedrohlich ist auch die Lage in Kalifornien und Südeuropa: Hier könnten extreme Dürren zu Problemen bei der Wasserversorgung und in der Landwirtschaft führen.  

 

Höhere Temperaturen und anhaltende Trockenheit könnten aber noch weitaus schlimmere Folgen haben: Laut Studie könnte ab 2050 ein Prozess in Gang gesetzt werden, in dessen Folge bis zu 70 Prozent des Amazonas Regenwaldes innerhalb von 50 Jahren abstirbt. Eine Reduktion der Regenwaldfläche in dieser Größenordnung würde wiederum verstärkend auf den CO2-Ausstoß der Erde wirken. Dieser Teufelskreis, so Allianz und WWF, lasse sich nur durch sofortige Reaktion verhindern.  

 

Die Studie „Tipping Points“ als PDF (Download-Datenbank)