Durch den im April von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verhängten Förderstopp für die erneuerbaren Energien im Wärmemarkt ist der Markt für Solarwärmeanlagen um ein Drittel eingebrochen. Das gaben der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) bekannt.
Allein im Mai sei die Nachfrage durch das Einfrieren der Fördermittel für das Marktanreizprogramm (MAP) um 33 Prozent eingebrochen. Hunderte Solarwärme-Unternehmen seien existenziell bedroht, ebenso Unternehmen für Wärmepumpen und Holzzentralheizungskessel. Nach Einschätzung der beiden Verbände entstehe der Erneuerbare-Energien-Wärmebranche in jedem Monat mit Förderstopp ein Schaden von mindestens 100 Mio. Euro. Sie forderten den Bundesfinanzminister auf, der Freigabe der zurückbehaltenen 115 Mio. Euro Haushaltsmittel zuzustimmen.
Auch die Ziele der Europäischen Union und der Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt bis 2020 zu verdoppeln, rückten sonst in weite Ferne.
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