Viele Gefahren des Klimawandels lassen sich mit überschaubaren Investitionen vermeiden – so das Ergebnis des Report on Energy and Climate Policy in Europe (RECIPE), den das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und 4 weitere europäische Forschungsinstitute mit Unterstützung der Allianz SE und der Umweltstiftung WWF verfasst haben.
Laut Studie bleiben die Kosten für Klimaschutz jedoch nur dann niedrig, wenn schnell und gemeinsam gehandelt wird. Hierfür seien vor allem verbindliche und wirksam umgesetzte politische Rahmenbedingungen von Bedeutung. Geht es nach den Verfassern der Studie, so sollte die Europäische Union die Vorreiterrolle beim Thema Klimaschutz und Dekarbonisierung der Wirtschaft einnehmen. Außerdem müsste Europa die Entwicklungs- und Schwellenländer stärker als bislang in ihren Bemühungen mittels Finanztransfers unterstützen. Andernfalls würden sowohl die globalen CO2-Minderungskosten steigen als auch der weitere Handlungsspielraum nach dem Jahr 2020 in Sachen Klimaschutz verspielt werden.
Für die Studie wurden drei energieökonomische Modelle verglichen und daraus Handlungsempfehlungen für die globale Klimapolitik abgeleitet. In Europa wurden die vier CO2-intensiven Wirtschaftssektoren Energie, Industrie (Zement und Stahl), Transport und Verkehr sowie Landwirtschaft untersucht und Reduktionspfade wie die Steigerung der Energieeffizienz aufgezeigt.
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