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UBA prognostiziert Jobwachstum durch Gebäudesanierung, Umwelt- und Klimaschutztechnik

10.11.2014 | Im Jahr 2010 waren fast zwei Millionen Menschen und damit 4,8 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland im Umweltschutz beschäftigt. Das teilt das Umweltbundesamt (UBA) auf Basis einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung mit.

Gegenüber dem Jahr 2008 habe die Umweltschutzbeschäftigung leicht um 18.000 Personen zugenommen, was jedoch fast ausschließlich auf die zunehmende Auslandsnachfrage zurückzuführen sei.

Investitionen für die Wärmedämmung in Gebäuden hätten 2010 mit rund 93.000 Beschäftigten einen fast ebenso hohen Stellenwert für die Umweltschutzbeschäftigung wie die Umweltschutzinvestitionen von Staat und Unternehmen in den „klassischen Umweltschutz“ gehabt, also Abfallbeseitigung, Gewässerschutz, Lärmbekämpfung oder Luftreinhaltung.

Auch der weltweit steigende Bedarf an Umwelt- und Klimaschutztechniken entwickele sich weiter zum Jobmotor. Dem Export von Umweltschutzgütern könnten 2010 rund 78.000 Arbeitsplätze zugerechnet werden (2006: rund 49.000).

Für die erneuerbaren Energien lägen bereits Schätzungen bis 2013 vor. Danach sei hier 2013 wegen des Rückgangs bei der Solarenergie erstmals die Beschäftigtenzahl gesunken: um rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt seien 2013 rund 371.000 Menschen bei den erneuerbaren Energien beschäftigt gewesen und damit mehr als doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

Meldung des UBA