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Negative Strompreise dank Rekordproduktion aus Sonne und Wind

17.06.2013 | Am gestrigen Sonntag führte eine Einspeisung von überwiegend regenerativ gewonnenem Strom in Deutschland und Frankreich zu negativen Preisen an den Strombörsen. So lag der deutsche Kurs bei minus 0,3 ct/kWh, in Frankreich waren es minus 4,1ct/kWh.

Von der zwischen etwa 14:00 und 15:00 Uhr gemessenen Kapazität von 48.500 MW entfielen über 60% der Einspeiseleistung auf Wind- und Solaranlagen (9.300 sowie 20.300 MW). Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) wertet dies als Beleg dafür, dass eine Einspeisung in dieser Größenordnung in Deutschland gegenüber allen Zweifeln durchaus funktioniere.

Die negativen Preise hatten zur Folge, dass Stromabnehmer von den Anbietern für ihren Strombezug entlohnt wurden. In Frankreich, wo der Strompreis niemals zuvor im Negativen lag, führten die Preise dann auch zu Nettostromexporten in die Nachbarländer, unter anderem von 1.000 MW nach Deutschland.

Meldung des IWR