© vme | 16.12.2017

Bundestag & Bundesrat EEG 2017 verabschiedet

8.7.2016 | Der Bundestag hat das EEG 2017 beschlossen. Damit wird die Vergütungshöhe des erneuerbaren Stroms ab 1. Januar 2017 nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt.

Erstmals werden Bürgerenergiegesellschaften im Gesetz definiert und können unter erleichterten Bedingungen an den Ausschreibungen teilnehmen. Damit soll die Akteursvielfalt insbesondere bei Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land gewahrt bleiben. Außerdem sind kleine Anlagen von den Ausschreibungen ausgenommen.

Kritik am neuen EEG kommt unter anderem von Bündnis 90/Die Grünen, die darin eine unverantwortliche Deckelung der erneuerbaren Energien sehen.

Verbände der Wohnungswirtschaft begrüßen die Nachbesserungen der Großen Koalition beim EEG, durch die künftig (Ver-) Mieterstrommodelle möglich werden. Mieter könnten dann aus Gebäude-Photovoltaikanlagen des Vermieters Strom vom Dach beziehen, ohne dass die volle EEG-Umlage fällig wird.

Der Deutsche Mieterbund e.V. (DMB), der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) und der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. veröffentlichten eine gemeinsame Presseerklärung dazu. GdW-Präsident Axel Gedaschko bezeichnete dies als großen Schritt, damit auch die Mieter Anteil an der Energiewende haben können. DMB-Bundesdirektor Lukas Siebenkotten freut sich, dass nun erstmals auch Mieter über niedrigere Strompreise von der Energiewende und dem Ausbau der erneuerbaren Energie profitieren können. Und für vzbv-Vorstand Klaus Müller ist es nur fair, wenn Mieter von Modellen alternativer Energiequellen profitieren können.

Die drei Verbände appellieren an die Bundesregierung, die Beschlüsse nun zügig umzusetzen.

Auch der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland begrüßt die Entscheidung für eine bessere Versorgung von vermieteten Wohngebäuden mit grünem Strom.