© vme | 23.10.2017

Energie: Das ändert sich 2017

30.12.2017 | Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) informiert über Neuregelungen im Bereich Energie zum 1. Januar 2017.

So wird mit dem EEG 2017 die Vergütungshöhe des erneuerbaren Stroms nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Der Zuschlag wird nach dem Prinzip des niedrigsten Preises vergeben. Mit dem EEG 2017 soll der Anteil erneuerbarer Energie von 32 Prozent in 2016 auf mindestens 35 Prozent bis zum Jahr 2020 steigen.

Auch die Regelungen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) und zur Eigenversorgung im EEG wurden angepasst. Die KWK-Förderung wird für kleine Anlagen zwischen einem und 50 MW ausgeschrieben. Darüber hinaus wird die Besondere Ausgleichsregelung des EEG 2017 auf das KWKG übertragen.

Seit Jahresbeginn sind Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, alle Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, mit dem Effizienzlabel zu etikettieren. Bislang war dies freiwillig. Zum Label gehört auch ein kostenloses Faltblatt über Möglichkeiten einer Heizungsoptimierung. Das BMWi fördert den Einbau hocheffizienter Heizungen über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm (MAP).

Die Skala des EU-Energieeffizienzlabels für Fernsehgeräte wurde zum 1. Januar 2017 von A++ bis E erweitert (zuvor A bis G). Ab Januar 2020 sollen dann die Stufen A+++ bis D eingeführt werden. Diese sind heute bereits freiwillig möglich.

Seit Anfang 2017 müssen neu in den Handel kommende Dunstabzugshauben auf dem Energielabel mindestens die Energieeffizienzklasse E erreichen, die schlechtere Energieeffizienzklasse F entfällt. 2018 und 2020 ist eine Erweiterung der Klassifizierung auf A++ und A+++ vorgesehen.

Halogen-Metalldampflampen (HQI-Lampen) sowie Quecksilberdampflampen (HQL-Lampen), die eine Lichtausbeute von weniger als 80 Lumen pro Watt erzielen, dürfen seit Jahresbeginn weder eingebaut noch verkauft werden.